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Information über RDKS-Reifendruckkontrollsystem 

 

Die Rechtsgrundlagen zu RDKS/TPMS sind in der EU-Verordnung 661/2009 vom 13. Juli 2009 festgeschrieben.
Diese Verordnung legt EU-weite Vorschriften zur Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen, Kfz-Anhängern sowie sicherheitsrelevanten Systemen, Bauteilen und Einrichtungen für Kraftfahrzeuge fest.
In Bezug auf Reifendruck-Kontrollsysteme gilt danach Folgendes:
Seit 01. November 2012 müssen alle neu typengenehmigten Fahrzeuge der Klasse M1/M1G mit einem Luftdruck-Kontrollsystem (RDKS/TPMS) nach ECE-R 64 ausgestattet sein. Die genannte Fahrzeugklasse umfasst Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz, d.h. Pkw, Geländefahrzeuge und Wohnmobile.
Ab 01. November 2014 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1/M1G (s.o.) mit einem Luftdruck-Kontrollsystem (RDKS/TPMS) nach ECE-R 64 ausgestattet sein
Über diese in der Verordnung festgeschriebenen Vorschriften hinaus muss man wissen:
Der Gesetzgeber regelt in der EU-Verordnung 661/2009 definitiv nicht, welches Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS/TPMS) verbaut werden muss. Sofern sie der ECE-R64 entsprechen, sind technologieneutral sowohl direkte als auch indirekte RDKS/TPMS zulässig.
RDKS/TPMS nach EU-VO 661/2009, die der ECE-R 64 entsprechen, dürfen aber definitiv nicht mehr mit dem sogenannten „Wintermodul“ ausgestattet sein, d.h. bei Nichtfunktionsfähigkeit muss das System in den Modus der permanenten Fehlermeldung/Fehleranzeige gehen, der nicht deaktivierbar ist!
Eine Deaktivierung des RDKS/TPMS ist unzulässig. Das ist zwar nicht explizit in der EU-Verordnung geregelt, aber auf Anfrage des BRV bei den zuständigen Behörden mittlerweile rechtsverbindlich geklärt.
Bei Deaktivierung erlischt nicht die ABE, sondern dies wird im Rahmen der Hauptuntersuchung nach § 29 der StVZO als Mangel eingestuft!
Ebenfalls ist rechtverbindlich geklärt, dass bei direkten RDKS/TPMS Ersatzmarktsensoren anstelle der vom Fahrzeughersteller serienmäßig verbauten und im Rahmen der nach ECE-R 64 geprüften Systeme eingesetzt werden können. Voraussetzung ist, dass sie die Funktionsfähigkeit des RDKS/TPMS garantieren
Soweit die Rechtsgrundlagen. Wie aber erkennt man, ob ein Fahrzeug unter die EU-Verordnung fällt und insofern deren Vorschriften zu beachten sind? Dazu gibt die Zulassungsbescheinigung Teil I des betreffenden Fahrzeugs verschiedene Anhaltspunkte
Ziffer J – EG-Fahrzeugklasse – Die RDKS-Pflicht betrifft grundsätzlich nur Fahrzeuge, bei denen hier M1/M1G eingetragen ist.
Ziffer 6 – Datum der EG-Typgenehmigung – Hier: ab 01.11.2012.
Ziffer B – Datum der Erstzulassung – Ein hier eingetragenes Datum 01.11.2014 oder später wird (zusammen mit der Fahrzeugklasse) das sicherste Erkennungsmerkmal sein, hilft aber bis dahin leider noch nicht weiter.
Das Problem dabei ist:
Um das Datum 01.11.2014 „abzusichern“, haben die Fahrzeughersteller bereits ab Februar/März 2014 ihre Produktion in der Form umgestellt, dass nur noch Fahrzeuge (der Klasse M1/M1G) hergestellt werden, die mit einem RDKS/TPMS nach ECE-R 64 ausgestattet sind.
Das bedeutet, dass mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bereits vor dem 01.11.2014 eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Fahrzeugen auf den Markt kommen wird, die bereits der EU-VO 661/2009 entsprechen und mit einem RDKS/TPMS ausgestattet sind, das der ECE-R 64 entspricht!
Insofern sollten Sie sich – unabhängig von der Eintragung des EU-Typgenehmigungsdatums in der Zulassungsbescheinigung Teil I Ziffer 6 – bereits jetzt darauf einstellen, dass jedes Fahrzeug der Klasse M1/M1G ab Erstzulassung April 2014 (Zulassungsbescheinigung Teil I – Ziffer B) der EU-VO 661/2009 entspricht und mit einen RDKS/TPMS nach ECE-R 64 ausgestattet ist! Diese Fahrzeuge sind damit genauso zu behandeln wie Fahrzeuge mit einer Erstzulassung ab 01.11.2014.

 

 

 

 



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